FAQs


FAQS – MISCHSYSTEME


FAQS – MISCHBEHÄLTNISSE

  • Was bedeutet „Dreh-Klick“ Funktion bei TOPITEC® Kruken?

    Die TOPITEC® Kruke (Spenderdose) ist prinzipiell nach dem Verschließen durch das luftarme Mischen im TOPITEC® System abgabefertig und muss nicht weiter „behandelt“ werden. Dennoch arbeiten viele Anwender gerne mit der sogenannten „Dreh-Klick“-Funktion, um die Transportfunktion der Kruke zu testen.

    Wie geht das? Bei geschlossener Kruke wird dazu der Spindelboden in die Entnahmerichtung gedreht, bis ein leichter Widerstand spürbar, und/oder ein „Klick-Geräusch“ zu hören ist. Bei niedrigviskosen, meist hydrophilen Grundlagen ist das Geräusch nicht immer zu hören, bitte achten Sie daher auf einen leichten Widerstand und stoppen Sie die Drehbewegung dann. Um jetzt keinen Überdruck in der Kruke zurückzubehalten, muss danach unbedingt wieder so lange gegen die Entnahme-/ Pfeilrichtung gedreht werden, bis erneut ein leichter Widerstand spürbar ist. Der innen sitzende Hubboden befindet sich dann wieder in der untersten Position. So funktioniert es, unser Kurzvideo dazu:

  • Ist die TOPITEC® Drehdosierkruke (TOPITEC® Kruke / Spenderdose) für alle Rezepturen geeignet?

    Die TOPITEC® Kruke (Spenderdose) ist für die Herstellung, Abgabe und Entnahme von halbfesten Zubereitungen bestimmt. Rezepturen, die sehr dünnflüssig oder galenisch instabil sind (z.B. Lotionen, Zinkoxidschüttelmixtur DAC, instabile Rezepturen mit ätherischen Ölen, etc.) können in einer TOPITEC® Kruke (Spenderdose) hergestellt, sollten aber an den Endverbraucher in anderen Packmitteln abgegeben werden. Während des Mischvorgangs verschließt der Dichtzapfen im aufgeschraubten Deckel die Entnahmeöffnung der TOPITEC® Kruke zuverlässig. Bitte überprüfen Sie zur Sicherheit vor dem Befüllen den richtigen Sitz des Deckels auf dem Krukenkörper. Der innensitzende und  verschiebbare Hubboden, der den Krukeninhalt nach oben befördert, kann in geringem Umfang durchlässig sein, Inhalt kann am drehbaren Krukenboden austreten. Die Abgabe von sehr niedrig viskosen oder galenisch instabilen Zubereitungen an den Endverbraucher sollte – gerade auch im Sinne der besseren Applikationsmöglichkeit in einem geeigneten Primärpackmittel (z. B. aponorm® Medizinflasche, aponorm® Weithalsflasche, Lotionflasche) vorgenommen werden.

    Praxistipp: Für die häufige Herstellung von Zubereitungen, die nach dem Mischen in andere Packmittel umgefüllt werden sollen, eignen sich besonders die TOPITEC® Rezepturgefäße  (50 g / 70 ml, 100 g / 140 ml und 200 g / 240 ml). 

    50 g, 100 g und 200 g TOPITEC® Rezepturgefäße bestehen jeweils aus einem Herstellungsgefäß aus Kunststoff (POM), sowie jeweils einem passenden Füllkolben aus POM für Tuben, und einem Gummiwischer mit Glasstab zum einfachen Umfüllen in Flaschen, z.B. für Nasenemulsionen (Tropfflasche mit Pipettenmontur). Die TOPITEC® Rezepturgefäße können nach dem Benutzen auch in der Spülmaschine gereinigt werden.

  • Wie verhält sich die Lichtdurchlässigkeit der TOPITEC® Kruken?

    In der ZL-Prüfanweisung (PA-307) sind die sehr umfangreichen Prüfungen, die das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker mit TOPITEC® Kruken (Spenderdosen) durchführt, genau festgelegt und erläutert. Auf dem Chargen-Begleitzertifikat der aponorm® Drehdosierkruken (TOPITEC® Kruken) wird u.a. als Qualitätsmerkmal die Lichtdurchlässigkeit spezifiziert. Die gemessene Transmission muss im Bereich zwischen 700 und 290 nm liegen. Die auf dem Chargen-Begleitzertifikat aufgedruckte Angabe „Lichtdurchlässigkeit < 1%“ bestätigt die Forderung. Sofern für einen speziellen Wirkstoff ein noch höherer Lichtschutz erforderlich sein sollte
    (z. B. Dithranol, Tretinoin, Isosorbitdinitrat) empfehlen wir die Herstellung im TOPITEC® Rezepturgefäß mit anschließendem Umfüllen in eine aponorm® Aluminiumtube. 

    Andere auch als photoinstabil deklarierte Arzneistoffe sind in den TOPITEC® Kruken (Spenderdosen) lt. NRF-Monographien/ siehe Packmittelempfehlung sehr gut und lichtgeschützt aufgehoben. Aus der Materialspezifikation des Herstellers, die wir Ihnen auszugsweise gerne auf Anfrage zur Verfügung stellen können, entnehmen Sie die genaue Zusammensetzung des Kunststoffmaterials.

  • Wie verschließe ich die Drehdosierkruken 20/30 g richtig?

    Bitte achten Sie beim Verschließen der 20 g / 30 g darauf, dass Sie den Druck auf den eingesetzten Drehspindelfuß verteilen. Ansonsten kann es zum seitlichen Aufplatzen der Kruke kommen.

    Stellen Sie die Kruke vor sich hin und drücken den Drehspindelfuß links und rechts runter. Verteilen Sie den Druck. Ein Klick sagt Ihnen die Kruke ist verschlossen.

  • Welche Applikationshilfen gibt es für TOPITEC® Kruken?

    Je nach Verordnung kann es sein, dass der Patient für die sichere und einfache Applikation der Rezeptur eine Hilfe braucht. Wir bieten für die Kruken Zubehörteile an, die die Entnahme erleichtern und anzeigen, ob sie bald entleert sein werden.

    Salbenkanüle und Reduzierelement
    Die Salbenkanüle wird zur bedarfsgerechten Applikation an schwer zugänglichen Stellen am Körper oder auf der Kopfhaut verwendet. Sehr Praktisch auch für z.B. Nasensalben. 

    Das Reduzierelement erleichtert die punktgenaue Applikation kleinerer Mengen, z.B. niedrigviskoser Zubereitungen oder z.B. Erythromycin-haltiger Cremes, die oftmals nur sehr begrenzt aufgetragen werden sollen.

    Beide Aufsätze, Salbenkanüle und Reduzierelement werden einfach in die Entnahmöffnung der TOPITEC® Kruken eingeklickt und mit der anhängenden Verschlusskappe sauber verschlossen.

    Dosierhülse
    Der kleine, rote und sehr praktische Füllstandsanzeiger für die TOPITEC® Kruke wird in der Entnahmeöffnung sichtbar, wenn der Krukeninhalt bald verbraucht sein wird. Vor dem Verschließen der Kruke einfach mit der Krukenspindel aufnehmen und die Kruke ganz normal verschließen.

    Tipp: Unsere Hinweisetiketten für TOPITEC® Dosierhülsen können auf den Krukendeckel geklebt werden und weisen den Patienten darauf hin, dass diese rote Dosierhülse irgendwann erscheint.  

  • Wie kann ich aus einem Rezepturgefäß immer die gleiche Menge in eine Alutube füllen?

    Wir raten, sich hier einen Füllstandshalter zu basteln. Den können Sie einfach aus einem Kartenblatt machen. Entweder Sie schneiden sich ein Stück ab (wie in dem Film gezeigt) oder Sie schneiden ein Kartenblatt so tief ein, dass es beim Aufstecken auf die Tube mit dem unteren Rand des inneren Teils auf der Höhe der eingefüllten Rezeptur aufliegt. Einfach ausprobieren! 

    Im ersten Step befüllen Sie eine Tube nach Augenmaß. Wiegen Sie diese ab, bis der gewünschte Inhalt in der Tube ist. Nun basteln Sie sich einen Füllstandshalter. Dieser wird nun in der Tube platziert und so geknickt / eingeschnitten, bis der untere Rand die Rezeptur berührt. Nun nehmen Sie sich eine neue, leere Tube. Schrauben Sie diese in Ihr Rezepturgefäß und platzieren Ihren Füllstandshalter. Befüllen Sie nun die Kruke bis zum unteren Rand des Füllstandshalters und wiegen Sie am Ende den Inhalt nach.



FAQS – ZUBEHÖR

  • Wie reinige ich die Werkzeugwelle richtig?

    Nach der Benutzung der Werkzeugwelle starten Sie mit der Trockenreinigung. Wischen Sie die Werkzeugwelle mit einem trockenen Zellstoff / Papiertuch gründlich ab.

    Step 1: Verwenden Sie ein bereits getränktes Zellstofftuch mit einer Flächendesinfektion, z. B. WEPA Flächendesinfektion (…!) oder 2-Propanol 70% zur gründlichen Reinigung. Selbstverständlich können Sie hier auch vorgetränkte Tücher verwenden wie z. B. Meliseptol® HBV-Tücher. Entsorgen Sie die benutzten Tücher.

    Step 2: Bewahren Sie die Werkzeugwelle bis zum nächsten Gebrauch möglichst in der dazugehörigen Aufbewahrungsbox auf.


FAQS – HERSTELLUNG

  • Warum kann sich während des Mischvorgangs „Salbe“ an der Werkzeugwelle hochziehen, tritt aus der Kruke aus?

    Der Hubboden wird vor dem Befüllen der Kruke mit Hilfe der Werkzeugwelle (bitte ausschließlich damit) aus dem Krukenkörper entfernt. Durch eine zu starke Hebelwirkung mit der Werkzeugwelle kann die Hubbodenöffnung manuell geweitet werden, wodurch der Krukeninhalt während der Herstellung aus dem Hubboden austritt und sich am Schaft der Werkzeugwelle „hoch zieht“.

    Zur Vermeidung von „Salbenverlust“ während der Herstellung sollte die Werkzeugwelle möglichst gerade und bis zum Anschlag mit einer Dreh-Bewegung durch den Hubboden gesteckt und nur mit geringer Hebelwirkung entnommen werden. Dabei kann der Daumen zur Hilfe genommen und gleichzeitig gegen den Hubboden ins Krukeninnere gedrückt werden. Durch leichtes Verkanten lässt sich dieser dann einfacher aus dem Krukenkörper entnehmen, ohne die Öffnung zu deformieren bzw. zu weiten.

  • Wodurch werden Cremes manchmal so voluminös und „luftig“?

    Bei der Weiterverarbeitung von hydrophilen Grundlagen kann durch Einarbeiten von Luft, die sich beim Mischvorgang noch in der TOPITEC® Kruke befindet, eine unerwünschte Volumenerweiterung der Cremezubereitung entstehen. Unkontrollierter Austritt der Creme aus der Entnahmeöffnung während der Entnahme ist die Folge, außerdem werden Cremes dadurch relativ voluminös.

    Um möglichst luftarm in der TOPITEC® Kruke zu arbeiten, wird der Hubboden vor dem Mischen – und nach jeder In-Prozesskontrolle - wieder möglichst tief auf die eingewogenen Bestandteile herunter geschoben. Bitte dazu den Hubboden beim Einsetzen in die Kruke mit den Daumen vorsichtig  „hin- und herkippeln“ und dabei gleichzeitig in der Kruke nach unten schieben. Wir empfehlen besonders wegen der besseren Haltbarkeit wasserhaltiger Grundlagen, weitestgehend luftarm zu mischen.